Analyse · 20. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit

Weichkosten: Wie viel von deinem Euro überhaupt in Module fließt

Jonas Reinke

Jonas Reinke

Investmentjournalist & Blogger

Umspannwerk und Strommasten neben einem Solarpark in der Dämmerung

Weichkosten sind alle Positionen, die nicht in Technik, Fläche und Netzanschluss fließen. Sie sind nicht per se unseriös, jede Emission kostet Geld. Entscheidend ist die Höhe und ob sie offen ausgewiesen wird.

Die Rechnung, die niemand freiwillig zeigt

Teile die Investitionssumme in zwei Blöcke: Anlagekosten (Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion, Kabel, Trafostation, Bau, Netzanschluss, Flächensicherung) und alles andere. Der zweite Block ist die Weichkostenquote. Liegt sie oberhalb von zehn bis zwölf Prozent, muss der Solarpark diesen Vorsprung erst wieder einspielen, bevor du den ersten Euro Rendite siehst.

Jeder Prozentpunkt Weichkosten ist ein Prozentpunkt, den die Sonne zusätzlich erwirtschaften muss.

Was eine gute Antwort ausmacht

Ein sauberer Anbieter nennt dir die Quote in einem Satz und liefert die Tabelle nach, ohne dass du dreimal nachfragen musst. Kommt stattdessen der Verweis auf den Steuervorteil, ist das die Antwort. Bei PARQ energy habe ich diese Aufschlüsselung öffentlich nicht gefunden, und genau das gehört zu den Punkten, die vor jedem Investment geklärt sein müssen.

✦ Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Was sind Weichkosten bei einer PV-Beteiligung?
Alle Kosten, die nicht in die Anlage selbst fließen: Vertriebsprovision, Agio, Konzeption, Treuhand, Verwaltung, Haftungsvergütung und Finanzierungsnebenkosten.
Welche Weichkostenquote ist noch akzeptabel?
Als grobe Orientierung gilt: Oberhalb von rund zehn bis zwölf Prozent des eingesetzten Kapitals wird es kritisch, weil der Solarpark diesen Rückstand zuerst wieder erwirtschaften muss.
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